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Mode & Nachhaltigkeit - verborgene Schätze aus dem Kleiderschrank der Eltern

ChristlMistl | 18. Mai 2016 | / / / / |

Wühlt ihr auch manchmal so gerne in den Kleiderschränken eurer Eltern herum und bettelt dann auch gerne länger, um es dann zu bekommen? Ich gehöre definitiv dazu. Meine liebsten Errungenschaften sind der supertolle Lederrucksack von meinem Papa sowie die wunderschönen Ringe und die fabelhafte Sonnenbrille meine Mutter. Beide Sachen haben mindestens ihre 15 Jahre auf dem Buckel, wenn nicht sogar noch mehr. Ich kann mich an die Dinge erinnern, da war ich sogar noch ein Kindergartenkind.

Bei dem Rucksack hatte ich richtig viel Glück, denn mein Vater war sich nicht mehr sicher, ob er den hat. Nachdem er sich einen ultramodernen Rucksack mit Rückenlüftung fürs Wandern geholt hatte, brauchte er ja nun das etwas schwere, alte Ding nicht mehr. Und auf einmal wollte Töchterchen das gute Teil nun doch haben - ein, zwei Jahre später, nachdem sie es dankend abgelehnt hatte. Tja, Wandel in Geschmack und Style sei Dank, brauchte ich das schöne Stück nun doch, um meine Rucksackliebe zu perfektionieren. Nun begleitet er mich fast jeden Tag in die Uni, auf Reisen in die Heimat, beim Shoppen, bei Tagesausflügen und hoffentlich auch auf noch nicht geplante Reisen in 2016. Und meine Rückenschmerzen sind dadurch auf ein Minimales reduziert. Yippie!

Die Sonnenbrille habe ich einmal meiner Mutter abgeschwatzt, als ich nämlich in der Schublade auf der Suche nach dem Flyer für die Pizzen war. Denn dort fiel sie mir wieder in die Hände. Meine Mum trägt sie ja eh nicht mehr. Früher fand ich die Farben im Rahmen ganz schrecklich, das weiß ich noch. Und jetzt liebe ich sie deswegen so sehr und mag die Brille am liebsten gar nicht mehr absetzen. Der Sommer kann kommen, am liebsten sofort. Damit bin ich auf jeden Fall gut gerüstet. Nur putzen müsste ich sie einmal. Nachdem sie viele Jahre in einer dunklen Schublade versauerte, sehe ich die Welt dadurch nur noch verschwommen. 


Mittlerweile bin ich ja ein echter Ringmensch geworden. Und so ist ein Modeschmuckring nach dem anderen bei mir eingezogen. Aber irgendwann nervt es einfach nur, wenn die Dinger so schrecklich abfärben und man den Abend damit verbringt, einen schwarz-bläulichen Abdruck vom Finger zu schrubben. Muttis Ringe hingegen sind beide aus echtem Gold und das Schrubbproblem wäre schon einmal beseitigt.

Den unteren Ring habe ich schon lange in meinem Schmuckkästchen und jetzt erst wiederentdeckt. Der braucht daher definitiv einmal eine Säuberung, sodass der Diamantensplitter auch wieder richtig zum Strahlen kommen kann!

Den oberen Ring habe ich mir erst letztens ungeplant ergaunert. Manchmal nehme ich mir so Muttis Hand, ziehe ihre Ringe ab und setze mir die auf. Und dann meinte ich, der gefällt mir an meiner Hand - das ist der Einzige von deinen Ringen, der an mir steht. Dann meinte sie, den schenke ich dir. Ich wollte es ihr erst ausreden, weil sie den ja auch immer trägt und das ja gar nicht meine Intention gewesen war. Aber wie ihr seht, ist es jetzt nun doch meiner und ich bin ehrlich gesagt nun ziemlich froh darüber. Mittlerweile trage ich nur noch den. Der blau-graue Aquamarin (Farbe wird leider nicht so ganz wiedergespiegelt) passt perfekt zu meiner Augenfarbe, er ist filigran, schlicht und passt in jede Lebenslage. Genauso wie der andere Ring. Ich mag die kleinen, schmalen Ringe eh viel lieber. Somit bin ich jetzt einfach nur glücklich, zwei hochwertige Stücke mein Eigen zu nennen, an denen ich mich noch sehr, sehr lange erfreuen kann.

Ansonsten habe ich noch zwei ganz tolle Strickpullis aus dem elterlichen Kleiderschrank, die ich total gerne anziehe (oversized, wie ich es liebe). Die sind aber etwas kamerascheu und haben sich schnell in meine Heimat geflüchtet.

Was ich mit diesem Post eigentlich sagen möchte, ist, dass das Schöne manchmal gar nicht soweit von uns entfernt lauert - nämlich gut behütet in den Schränken unserer Eltern. Mit etwas Glück kann man ziemlich preiswert (also für lau) ein besonderes Stück mit viel Einzigartigkeit ergattern, das man auch viel mehr wertschätzt, als ein schnellgeschossenes Teil von XY, das jeder hat. Mal ganz davon abgesehen, dass es auch noch zusätzlich viel nachhaltiger ist. Und auch wenn unsere Eltern es nicht hergeben wollen, dann war es einfach nur aufregend in der Vergangenheit unserer Eltern zu stöbern, Geschichten zu bestimmten Teilen zu hören und somit ganz neue Ecken kennenzulernen. 

Habt ihr auch ein Lieblingsteil aus dem elterlichen Kleiderschrank?

Kommentare :

  1. Solche hab ich auch, solche Schätze :) Eine alte Jeansjacke von Mutti zum Beispiel. Und eine (damals furchtbar teure) Lederhandtasche. Sowas.. Große Liebe dafür!!

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    1. Zu einer Jeansjacke hätte ich auch nicht nein gesagt, wenn meine Mutter eine gehabt hätte! Mittlerweile konnte ich mir noch ein paar schöne Sommertreter von ihr ergaunern :D

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