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5 Gründe, warum ich Warnemünde so sehr liebe

ChristlMistl | Donnerstag, 2. Juni 2016 | / |

Es gibt keinen Ort auf der Welt, bei dem ich das innere Bedürfnis habe jedes Jahr aufs Neue wieder hinfahren zu müssen - bis auf Warnemünde! Ja, ihr lest richtig. Jedes Jahr im Sommer muss ich wieder zurück zu dieser Perle an der Ostsee reisen, auch wenn es nur für einen Tag ist. Jedes Jahr aufs Neue habe ich Pipi in den Augen und ganz viel Wehmut im Herzen, wenn ich wieder abfahren muss. Jedes Jahr aufs Neue werde ich ganz melancholisch, wenn der Sommer vorbei ist und ich bis nächstes Jahr für einen neuen Besuch warten muss. Jedes Jahr aufs Neue frage ich mich, warum mich diese Touristenhochburg so gefangen nimmt. Hier nun ein paar Erklärungsversuche.

1.) Der Strand & die Dünen

Mit einem 150 Meter breiten Strand bietet Warnemünde den breitesten Sandstrand der deutschen Ostseeküste. Darüber hinaus lädt die Länge von drei Kilometern des Strandes bis zur Steilküste Stoltera zu wunderbaren Spaziergängen ein, bei denen, wenn man richtig, richtig, richtig viel Glück hat (wie ich) auch mal einen Bernstein findet. Umso dichter man der Steilküste kommt, umso weniger besucht ist auch der Strand. Während man am Anfang des Strandes an der Westmole dicht an dicht gedrängt sitzt und die meisten Strandkörbe ausgebucht sind, so hat man immer weiter gen Ende zunehmend Ruhe und Abgeschiedenheit. Beides hat seine Reize sowie Vor- und Nachteile. Die Dünen lassen den Strand außerdem noch natürlich wirken und nicht so angelegt, künstlich und "platt gefahren" wie ich z. B. in Travemünde das Gefühl hatte.



2.) Die Leuchttürme

Leuchttürme haben mich schon immer magisch angezogen. Schon als kleines Kind. Wollten andere Kalender mit ihren Helden aus Film, Sport und Fernsehen haben, wollte ich immer einen voll mit Ansichten von Leuchttürmen. Nur gut, dass Warnemünde mittlerweile drei davon hat! Zum einen gibt es da die zwei Molenfeuer in grün-weiß (Bild 2) bzw. rot-weiß auf der West- und Ostmole, die die Einfahrt von der Mecklenburger Bucht kommend in die Unterwarnow bezeichnen. Zum anderen gibt es da noch den Warnemünder Leuchtturm (Bild 1), der neben dem Teepott und dem Hotel Neptun eines der Wahrzeichen des Ortes ist. Heute wird er eher touristisch genutzt und dient einem als wunderbare Aussicht über Warnemünde und die Ostsee. 

Kleiner Funfact am Rande: der Warnemünder Leuchtturm ist auf dem Plakat zum Film Shutter Island abgebildet.



3.) Das Essen

Entlang des Alten Stroms tümmelt sich dicht and dicht ein kulinarischer Höhepunkt an den anderen. Ich weiß nicht, wie viele Restaurants ich nun in Warnemünde schon durch habe - ich kann nur sagen, es waren viele, sehr viele! Bis jetzt hat mich keines enttäuscht. Von Hering, über Scholle bis zum Lachs ist alles dabei, was man, wenn man am Meer ist, an Fisch nicht missen mag. Ich persönlich bestelle mir am liebsten immer Scholle, weil ich in meiner Heimat keine frischen bekomme und ich ihn aber besonders gerne esse. Sehr schmackofatz ist auch die Pizza mit Lachs und Spinat im Mamma Mia.

Wenn es jedoch schnell gehen soll, man gerade keinen Platz in einem der unzähligen Restaurants bekommt (zu Stoßzeiten kann das manchmal schwierig werden) oder nur den kleinen Hunger stillen will, aber nicht auf Fisch verzichten mag, der kann sich an vielen Kuttern mit frischen Fischbrötchen, Räucherfisch oder Fish und Chips versorgen lassen. Mein Liebling ist definitiv der Bismarkhering.

Nach dem Deftigen kommt das Süße. Entweder in Form von Dessert wie Rote Grütze oder Eis. Ein Pflichtbesuch ist für mich daher auch immer das "Dänische Eisparadies". Manchmal kommt es vor, dass ich mir auch während des Tages zwei große dänische Softeis mit Schokostreusel hole. Dieses Eis schmeckt nun mal nach Kindheit, nach wunderbaren und glücklichen Erinnerungen an Dänemark und sowieso ist es für mich das beste Softeis auf der ganzen weiten Welt.

Funfact am Rande: auch Möwen lieben dänisches Softeis. Sie starten, feige wie sie sind, eine Attacke in deinem Rücken, fliegen über deine Schulter und reißen dir dein heißgeliebtes Eis aus der Hand. Während du noch verdattert die restliche Spitze der Eistüte in deinen Fingern hältst und gerne noch einmal Kleinkind wärst, um so richtig bockig losheulen zu können, keift dich die Möwe schon feindselig an, um ihr hinterrücks erbeutetes Eis zu verteidigen. True Story!


4.) Kreuzfahrtschiffe & Robben gucken

In Warnemünde kann man besonders gut Schiffe gucken. Irgendeine Aida oder ein anderes Kreuzfahrtschiff liegen immer an und jedes Mal frage ich mich aufs Neue, wie so ein riesiges Teil mit weiß ich nicht wie viel Tonnen an Bord sich über Wasser halten kann. Am schönsten sind die Tage zur Hanse Sail, wenn super viele und auch ältere Segelboote die Gegend um Rostock und Warnemünde unsicher machen, sowie die Rostock Port Party, bei der an ausgewählten Terminen die Kreuzfahrtschiffe verabschiedet werden inklusive Rahmenprogramm wie Shantychor, Schlepperballett und wunderbarem Höhenfeuerwerk. Wer es ein wenig dekadenter mag, der kann einen Abstecher zum Yachthafen Hohe Düne machen.

Aber man kann sich nicht nur Schiffe, sondern auch Seehunde, -löwen sowie -bären im Robbenforschungszentrum auf dem Institutsschiff direkt an der Ostmole der Warnow angucken. Hier kann man den Forschern über die Schulter bei der Arbeit mit den Tieren sehen und mehr über die Lebensweisen, den Umgang sowie Forschungsarbeiten erfahren. Letztere haben vor allem die Sinnessysteme sowie die Orientierungsmechanismen der Tiere im Fokus. Durch die ständige Konfrontation mit neuen Situationen sowie der regelmäßigen Beschäftigung werden die Robben mental und körperlich fit gehalten. Anmerken sollte man hierbei noch, dass alle Robben in Zoos geboren wurden und somit in der freien Natur nicht überleben würden. 




5.) Die Sonnenuntergänge

Was gibt es schöneres als Sonnenuntergänge? Richtig Sonnenuntergänge am Meer! Und die in Warnemünde sind jedes Mal von Neuem besonders schön, da immer wieder anders. Wenn ich nicht für ein paar Tage gebucht habe, heißt es meistens zur schönsten Stunde Abschied nehmen und dann wiegt das Herz jedes Mal so richtig schwer. Während die meisten Touristen zu dieser Stunde die vielen Lokale bevölkern, leert sich der Strand zusehends und eine wunderbare Ruhe stellt sich ein. Gerade als es das letzte Mal am schönsten war, hätte eigentlich der Bus Richtung Berlin wieder zurückfahren sollen. Doch dann kam eine Verspätungs-SMS und ich habe mich noch nie so sehr über eine Stunde Verspätung gefreut, wie zu diesem Zeitpunkt. Ich verbrachte sie damit, dass ich mit zerzausten, salzigem Haar im noch warmen Strand saß, auf die Ostsee in den Sonnenuntergang schaute und den Wellen beim Rauschen zuhöhrte. Der Kopf wurde frei, das Lächeln wurde breiter und das Herz leichter. Es war, ist und bleibt Glück in der reinsten Form für mich.




Der Gang über die Brücke mit dem Blick auf den Alten Strom - meistens das erste und das letzte, was ich sehe und somit eine Art Lieblingsplatz und jedes Mal Auslöser für akute Melancholie! Und damit beende ich auch meinen kleinen Ausflug. Auf einen Sommer 2016 mit mindestens einem Besuch in Warnemünde, denn ein Tag Ende Juni ist schon fest im Kalender eingetragen.

Habt ihr auch so einen Ort, der euch einfach nicht loslässt? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Kommentare :

  1. Was für schöne Bilder! In dieser Ecke war ich wirklich noch nie unterwegs und die Fotos machen mir wirklich Lust drauf... Ich werde nicht fertig mit meinen Reise- und Ausflugszielen!
    Gerade das erste Foto finde ich total schön. Was für tolle Farben!

    Mir geht das mit dem Kino leider ähnlich. Ich wohne in einer Kleinstadt und das Kino gehört keiner Kette an. Noch dazu trifft der Besitzer sehr seltsame Entscheidungen was die Filmauswahl angeht.... daher muss ich oft leider lange auf Filme warten, die ich soooo gerne sehen möchte!

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  2. Wundervolle Eindrücke! Da kann ich sehr gut nachvollziehen, warum die Warnemünde so sehr liebst :)

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

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