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6 Tipps für mehr Ordnung in deinen Finanzen

ChristlMistl | Freitag, 3. Juni 2016 | / |

Die liebe Ordnung und ich sind wohl ein Paar, das niemals so richtig zusammen finden wird. In der Schulzeit waren alle fest davon überzeugt, dass ich ein sehr ordentliches und durchgeplantes Mädchen bin, anders wären meine durchgängig sehr guten Leistungen nicht zu erklären.

Sorry, aber ich muss euch da echt enttäuschen. Ordnung...bäh, wie ich das Wort schon hasse! Ordnung halten war noch nie mein Ding, sei es im Haushalt oder beim Lernen. Alles geht oftmals ziemlich chaotisch und planlos daher. Und da diese Lebensweise bis jetzt immer fantastisch aufging, ist eine baldige Änderung nicht in Sicht. Denn solange es hier nur um mich geht und ich dabei niemand anderes hereinziehe, gehe ich den Weg, der mir am besten passt und der ist bis zum Ende hin nicht ganz so klar.

Der einzige Lebensbereich, der immer strikt geordnet und reibungslos läuft, sind meine Finanzen. Mir wurde schon früh der gute und durchdachte Umgang mit Geld gelehrt, sodass ich bis jetzt nie Finanzprobleme hatte und meistens am Ende des Monats noch ein kleines Plus übrig habe. Für mich schon immer eine ziemliche Selbstverständlichkeit und irgendwie ein Automatismus.

Wie ich das so genau immer schaffe, frage ich mich manchmal auch ein wenig. Vielleicht liegt es ja an den folgenden sechs Tipps und daran, dass ich den Wert von Geld noch zu schätzen weiß. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich unabhängig sein möchte und niemandem etwas schulden will.

1.) Haushaltsbuch per Hand oder bequem von überall per App führen

Ja, jetzt ist es raus! Ich führe Buch über meine Finanzen. Als ich mit 19 zum Studieren auszog, war das für mich sofort klar wie Kloßbrühe, dass ich das machen sollte. Schließlich muss ich doch erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, mit Einnahmen und Ausgaben zu leben und damit über den Monat zu kommen - musste ich schließlich vorher nicht.

Angefangen habe ich mit einem Haushaltsbuch. Da ich aber viel unterwegs bin und ständig hin- und herfahre, ist es entweder lästig, das Buch mitzuschleppen oder ständig Zwischennotizen zu schreiben, die man dann später nachtragen muss. Es entsteht also eine Zweizettelwirtschaft, die eher suboptimal läuft.

Also stieg ich auf eine App (Finanzplaner App von der Sparkasse, kostenlos für Android sowie iOS) um, als ich mein erstes Smartphone kaufte. Und so kann ich immer und von überall eintragen, was ich gerade ausgegeben bzw. eingenommen habe und sei der Betrag noch so winzig. Kleinvieh macht schließlich auch Mist!

Ich bin ein Fan davon, weil ich stets den Überblick darüber habe, wie viel ich in einem Monat noch ausgeben könnte und mich somit davor bewahren kann, ein Minus zu erwirtschaften.


2.) Einen Puffer für den Notfall, Urlaub und Großanschaffungen ansparen

Jeden Monat lege ich einen bestimmten Betrag als Notfallpuffer, für Großanschaffungen oder den Urlaub weg und rühre ihn nicht mehr an, es sei denn es handelt sich um einen Notfall, eine Großanschaffung oder den langersehnten Urlaub. Auch geplante Ausgaben in naher Zukunft sollten schon im Vorfeld im Blick behalten werden, sodass die Ausgabe, wenn sie soweit ist, nicht allzu sehr schmerzt.

Bei mir sind das beispielsweise die Semestergebühren für die ich jeden Monat schon einmal rund 50€ ausplane. Denn wenn "auf einmal" der Zahlungsbescheid im Januar bzw. Juni einflattert, ist es nicht mehr ganz so schlimm, wenn man den stets steigenden Beitrag sieht. Schließlich muss man das Geld dann nicht mehr von seinen derzeitigen Einnahmen nehmen, die einen über den Monat bringen sollen.

Ansonsten lege ich das Geld, das ich zu Feiertagen geschenkt bekomme, gleich weg auf den Sparhaufen. Und so ist auch immer wieder eine Reise drin oder eine Finanzspritze im Notfall, wenn beispielweise der Laptop oder das Smartphone beschließen, nicht mehr mit dir arbeiten zu wollen.

3.) Den Spaß neben dem ganzen Sparen nicht vergessen

Das Leben kann und soll nicht nur aus Sparen bestehen. Das wäre ein ödes und ungelebtes Leben. Wozu all das Sparen, wenn man sich nichts gönnt?!

Ein gutes Essen, Kino, Museum, hochwertigere Lebensmittel, Bücher, Musik, Konzerttickets....der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig hierbei ist, dass man das Geld hierfür nie, nie und auch wirklich niemals aus dem Spartopf nimmt, denn der ist für wichtigere Dinge reserviert (Reisen, Reparaturen, Notfälle etc.). Hierfür dient das Geld, das neben den festen Ausgaben zum Leben übrig bleibt.

Und damit man zwischen all dem Spaß nicht den Überblick über die Ausgaben verliert und womöglich ins Minus rutscht, hat man, wie in Punkt 1 beschrieben, eine ultra-super-fancy Haushaltsplaner-App! Finanzen waren noch nie so sexy!

4.) Notwendigkeit einer Anschaffung abschätzen

In letzter Zeit frage ich mich immer häufiger, muss es jetzt dieser Kauf sein? Brauch ich das wirklich? Komme ich nicht auch gut ohne aus? Passt Kleidungsstück XY überhaupt zu meinem restlichen Kram im Kleiderschrank? Ist es wirklich notwendig? Nein.

Gerade wenn es zum Ende des Monats geht und vor allem das Geld dann einmal knapper ausfallen sollte, da man liebend gern ausgiebig Punkt 3 nachkam, muss man Prioritäten setzen und entscheiden, was einem wichtiger ist - zum Beispiel das Kleidungsstück, das womöglich schon in ähnlicher Ausführung bei dir zu Hause hängt oder ein voller Kühlschrank. Meine Wahl fällt da immer auf letzteres.

Sowieso finde ich es schöner, in Dinge zu investieren, die einen langfristig glücklich machen und immer wieder Freude bereiten. Ein guter Schnapper im Laden macht dich maximal an dem Tag richtig glücklich, als du ihn gefunden hast - aber ich rede hier von langanhaltend und das war Shopping für mich nie, da es wichtigere Dinge im Leben gibt. Es ist doch schöner in Dinge zu investieren, die Erinnerungen schaffen - denn wenn man daran zurückdenkt, ist die Freude wieder da. Und ja, dann wäre die Anschaffung notwendig.


5.) Einkaufszettel für den Supermarkt schreiben

Einen Satz, den man gerne einmal hört, ist, dass man nicht hungrig einkaufen gehen sollte. Bla, bla, bla... So ein Quatsch. Man sollte nicht einfach total blind in einen Supermarkt gehen, ohne so richtig zu wissen, was man zu Hause noch alles da hat und was einem fehlt. So wird nämlich ein Schuh daraus!

Am Ende kauft man doppelt, nur überflüssigen Kram oder vergisst die wichtigen Dinge wie Klopapier oder Brot. Man muss dann entweder notfalls noch einmal in den Supermarkt laufen oder schmeißt später so einiges weg, weil man zu viel bzw. doppelt gekauft hatte und nun alles abgelaufen ist. Wow, da hat man wirklich was gekonnt.

Mal abgesehen davon, dass es an Verschwendung grenzt, hatte man nur unnötige Ausgaben. Und da Lebensmittel nun mal nicht die günstigsten Posten auf der Ausgabenseite sind, kann das auch echt einmal was ausmachen.

Also einfach einen kleinen Block am besten neben den Kühlschrank packen und immer gleich notieren, was gekauft werden müsste und beim nächsten Gang in den Supermarkt mitnehmen. Fertig! Für die Technikfans unter uns, gibt's auch hierfür zahllose Apps.

6.) Mit Bargeld zahlen

Ich bin jemand, der immer Bargeld bei sich hat. Es kann immer passieren, dass die Karte mal nicht funktioniert und dann steht man da und weiß nicht weiter. Shit Happens!

Und auch so, ist es einfach besser, weil man den Bezug zum Geld nicht verliert. So eine Karte ist ganz schnell an der Kasse durchgezogen und ehe du dich versiehst, läppern sich die Beträge, die von deinem Konto abgehen, weil du zwischen Wochenendeinkauf, den neuen Boots und den Konzerttickets mal dezent den Überblick verloren hast.

Also beim nächsten Shoppingtrip sich einfach ein Limit setzen, diesen Betrag in seiner Geldbörse haben und mehr kann man dann nun einmal nicht ausgeben.


Und wie sieht es bei euch am Ende des Monats aus? Läuft die letzte Woche bei euch auf Sparflamme oder kommt ihr auch ganz gut zurecht und müsst nicht der leidigen Frage "Warum ist am Ende des Geldes, noch so viel Monat übrig?" zustimmen? Welche Tipps habt ihr?

Kommentare :

  1. Gerade das mit dem Puffer fällt ja vielen schwer... dabei muss man immer damit rechnen, dass mal so etwas wie der Kühlschrank einfach den Geist aufgibt und man relativ schnell einen Ersatz braucht!

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  2. Ich konnte eigentlich schon immer ziemlich gut mit Geld umgehen. Ich gebe es zwar auch sehr gerne aus, weiß aber auch wann Schluss ist.
    Ein Haushaltsbuch führe ich auch schon seit Jahren. Bisher allerdings noch schriftlich, aber ich glaube ich werde auch mal die App ausprobieren. Das ist sicherlich doch etwas praktischer :)

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

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