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Tipps & Tricks wie wir Lebensmittelverschwendung vermeiden können

ChristlMistl | 15. Juli 2016 | / / / / |
Titelbildquelle: Ben_Kerckx via pixabay.com

Jährlich landen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen an Nahrungsmitteln im Müll. Auf Deutschland bezogen sind es pro Kopf fast 20 Prozent der Nahrung, die einfach weggeworfen werden, weil sie nicht rechtzeitig verzehrt wurden oder zu viel gekauft wurde und sie somit verdorben waren. Viele vergessen jedoch dabei, dass zur Herstellung vieler Lebensmittel auch Energie, Wasser, Dünger, Pestizide, Medikamente sowie Land verbraucht werden. Wasser, Land und Energie sind knappe Güter, weswegen wir mit ihnen nachhaltig umgehen sollten. Pestizide, Medikamente sowie chemische Dünger haben konsequente Folgen für unsere Umwelt. Was hier auf den Boden gesprüht wird, kommt über kurz oder lang auch in unser Wasser. Wenn wir aber nun keine Lebensmittel mehr verschwenden würden, dann könnten wir voraussichtlich unsere Böden sowie die Luft um knapp ein sechstel weniger belasten.

Daher kommen nun ein paar kleine Vorschläge, wie wir weniger Lebensmittel verschwenden könnten:

  • Mit einem Plan einkaufen gehen. Ich persönlich plane die Woche immer vor und schreibe mir hierfür ein Einkaufszettel - wie viel Tage bin ich da, wann gehe ich in der Mensa essen und wann müsste ich kochen, welches Obst ist für das Frühstück, welches Gemüse gibt es abends und was kommt in die Brotbox? Ich kaufe meistens für vier Tage ein, verzichtete dabei auf nichts, bin sehr gut gesättigt und am Ende schmeiße ich nichts weg.  
  • Habt ihr mehrere gleiche Lebensmittel, achtet auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, anstatt einfach nach das zu greifen, was vorne steht. Zuerst also das verbrauchen, was als erstes abläuft. 
  • Reste kann man meistens einfrieren oder für den nächsten Tag kühl stellen. 
  • Manchmal habe ich ein paar Äpfel über, die schon schrumpelig werden. Also koche ich sie ein zu leckeren Apfelmus, bevor sie mir verderben. Schon habe ich eine gesunde Version zu meinem Milchreis. Auch anderes leckeres Obst sowie Gemüse lassen sich einwecken, zu Marmelade einkochen oder einfrieren. 

  • Haben die Gurken alle einen komischen Knick, sind die Möhrchen irgendwie verwachsen, hat da der Apfel einen harmlosen kleinen braunen Punkt? Mal ganz ehrlich, bloß weil sie nicht perfekt aussehen, schmecken sie doch nicht anders! So verkauft jetzt Penny auch Bio-Gurken, die nicht der EU-Norm entsprechen. Also nicht nur die perfekt gewachsenen Stücke kaufen, ansonsten landet der Rest am Ende meistens in der Tonne. 
  • Das Bund Möhren ist so günstig, dabei brauche ich aber nur eine und die restlichen schaffe ich eh nicht? Auch wenn der Kilopreis für die einzelne Möhre teurer ist als für das Bund, auf Dauer wäre es teurer das Bund zu kaufen, wovon ich viel zu viel wegschmeiße. Daher, anstatt auf günstige Großverpackungen, lieber auf den tatsächlichen Bedarf setzen. 
  • Achtet auch auf die Lagerung. So sollten Äpfel oder Bananen getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden, da sie Hormone absondern, die den Reifungsprozess anderer Lebensmittel beschleunigen. Auch sollten Kartoffeln und Zwiebeln kühl sowie dunkel gelagert werden, damit sie nicht so schnell keimen. 
  • Die App "To Good To Go" rettet leckere Gerichte in Restaurants sowie Gastronomie, die abends kurz vor Ladenschluss ansonsten weggeworfen werden. Die Betriebe können diese dann über die App für kleines Geld anbieten. Der User hingegen kann über die App alle Angebote in seiner Nähe finden und sich das Gericht kurz vor Ladenschluss dann abholen. 

  • Habt ihr einen eigenen Garten? Wie wäre es, wenn ihr doch Übergebliebenes kompostiert? So erhaltet ihr wunderbar, gut gedüngte und dazu auch noch torffreie Erde. Warum man auf torfhaltige Blumenerde verzichten sollte, erklärte ich ja bereits gestern
  • Frühlingszwiebeln lassen sich beispielsweise noch einmal verwenden. Das Ganze nennt sich "Regrowing". Einfach das Grüne abschneiden und verwenden und die Zwiebeln in Wasser stellen. Nach ein paar Tagen lassen sich neue Triebe ausmachen, dann sollen sie laut diverser Anleitungen im Internet in Erde gesteckt werden. Ich persönlich habe sie nur im täglich frischen Wasser stehen lassen und das funktionierte auch. Laut Pinterest gibt es noch einiges mehr, dass man regrowen kann: Sellerie, Romanaaalat (hat bei mir noch nicht funktioniert), Zitronengrass, Avocado, Ingwer, Ananas, Knoblauch, Fenchel, Basilikum, Karottengrün, Pak Choi....
  • In Frankreich soll es Supermärkten untersagt werden, Lebensmittel wegzuschmeißen. Diese sollen dann gespendet, als Tierfutter verwendet oder für die Landwirtschaft als Kompost brauchbar gemacht werden. Zudem sollen sich Supermärkte mit einer Größe von 400m² dazu verpflichten, Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen im Bereich der Lebensmittelspenden einzugehen. (Quellen: Codecheck, Tagesschau)
  • Restlos Glücklich e.V. ist ein Verein mit dem Ziel, Lebensmittel zu retten. Hierfür haben sie das gleichnamige Lokal in Berlin-Neukölln eröffnet. Aus Lebensmitteln, die im Supermarkt eigentlich weggeworfen werden sollten, da sie zu krumm sind, falsch etikettiert waren oder kurz vor dem Ablaufen standen, werden dann ansprechende Gerichte kreiert.  Der Verein arbeitet als Non-Profit-Organisatin, das heißt, dass Einnahmen aus dem Restaurantbetrieb in Bildungsprojekte sowie Kochkurse investiert werden.  

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1 Kommentar :

  1. großartiger Post!!
    ich bin froh, dass mir das von kleinauf beigebracht wurde von meiner Mama, wenn wir doch mal über ne braune Stelle am Apfel gemerkt haben, gab's nen Vortrag ;) wenn ich ausziehe, möchte ich da direkt konsequent drauf achten, eben bewusst einzukaufen, dann ist das eine Routine und überhaupt kein Problem..
    das mit dem Regrowing wusste ich tatsächlich nicht - vuelleicht brauch ich auch einen Pinterest-Account ;) und die Projekte in Berlin & Frankreich finde ich einfach toll!

    Liebe Grüße Katrin

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